Genie & Wahnsinn
Endlich gibt es mal wieder einen Anlass für einen neuen Beitrag in diesem Blog – und geschaffen hat ihn der SPIEGEL.
Da ich derzeit sehr viel mit der Bahn unterwegs bin, habe ich mir überlegt, diese Zeit mit dem Lesen von Biographien zu verbringen, um neben dem Studium von Fachliteratur weitere Anregungen zu erhalten. Aber keine Angst, ich eifere nicht Catharine Cox nach, die anhand dokumentarischer Quellen die Intelligenzquotienten von verstorbenen Persönlichkeiten errechnete. Es ist aber durchaus interessant, die Lebensverläufe großer Persönlichkeiten nachzuvollziehen und zu verstehen, was sie so groß werden ließ (z.B. günstige politische Umstände), wer sie förderte (z.B. die Mutter) und zu welchem Zweck sie ihre Begabung einsetzten (z.B. für den Einsatz für Minderheiten).
Derzeit lese ich eine Biographie von Napoleon Bonaparte, die in Bezug auf die drei genannten Fragestellungen zahlreiche Antworten enthält. Danach steht Robert “Bobby” Fischer auf meiner Liste, denn die Geschichte dieses “Schachgenies” fasziniert mich schon länger. 
Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg
Als Doktorand wurde ich natürlich in den letzten Tagen häufiger auf die sog. Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg angesprochen, aber äußern möchte ich mich vor allem als Berufseinsteiger, der das Glück hat, in einem Programm für Führungskräftenachwuchs gefördert zu werden. In den Seminaren, an denen ich im Rahmen dieses Programms teilgenommen habe, wurde immer wieder von der Vorbildfunktion von Führungskräften gesprochen. Daher war es mir von Beginn an schleierhaft, wie zu Guttenberg selbst oder die Bundeskanzlerin glauben konnte, dass diese Affäre keinen Einfluss auf seine Arbeit als Politiker und Dienstvorgesetzter von mehreren hunderttausend Soldaten hat.
Die besten Worte zum Thema fand – finde ich – Dr. Karl Lauterbach, mein Bundestagsabgeordneter aus Köln-Mülheim: