Riesige Talente sind sie alle.
Eingefleischte Fußballfans kennen den Jobtitel BTT: Bundestorwarttrainer, erfunden vom längjährigen Torwarttrainer der Nationalmannschaft, Sepp Maier. Der aktuelle BTT, Andreas Köpke, ist selbst ehemaliger Nationaltorwart, Europameister und Welttorhüter 1996. Im Interview mit DFB.de äußert sich Köpke zu der Konkurrenzsituation der Nachwuchstorhüter in den Auswahlmannschaften des Deutschen Fußballbunds und in den Bundesligavereinen:
“Zum Kreis unserer U 21 gehören mit Kevin Trapp, Oliver Baumann und Marc-André ter Stegen drei aktuelle Bundesliga-Stammtorhüter. Die Öffentlichkeit schaut auf sie, die Fans wünschen sich, sie für Deutschland spielen zu sehen. Wir sollten diesen Talenten aber Zeit geben – die Zeit, sich weiterzuentwickeln. Wir tun ihnen nicht immer einen Gefallen, sie gleich ganz hoch zu handeln. Riesige Talente sind sie alle.”
Andreas Köpke präsentiert auch seine Erklärung für die Häufung an deutschen Nachwuchstorhütern, die in der Bundesliga eingesetzt werden:
Prof. Howard Gardner über die Begabungsentwicklung
Prof. Howard Gardner über sein Konzept der multiplen Intelligenzen:
Das Video stammt aus dem wunderbaren YouTube-Kanal des Museums für Kindheits- und Jugendwerke bedeutender Künstler in Halle.
Museum für Kindheits- und Jugendwerke bedeutender Künstler
Prof. Ellen Winner, Psychologin am Boston College und jedem, der sich mit Hochbegabung beschäftigt, ein Begriff, besucht das Museum für Kindheits- und Jugendwerke bedeutender Künstler in Halle. In dem Videobeitrag spricht Prof. Winner die Diskussion an, an der sie sich sehr aktiv beteiligt: In welchem Umfang ist die Begabungsentwicklung durch genetische Determinanten beeinflusst?
Die Ausrichtung des Museums finde ich sehr interessant, denn eine ständig wiederkehrende Frage innerhalb der Begabungsforschung lautet: Wie kann ich Begabungen frühzeitig erkennen? Die Werke aus der Kinder- und Jugendzeit von Künstlern, denen später eine besondere Begabung attestiert wurde, können hier einen wichtigen Anhaltspunkt liefern, lassen die Exponate doch Rückschlüsse darauf zu, wie sich die Werke von denen anderer Künstler derselben Altersklasse unterscheiden.
Der Besuch dieses Museums ist daher schon fest eingeplant!
Fußballintelligenz =/= Intelligenz
Ich habe gerade ein Interview der ZEIT mit Bundesligatrainer Peter Neururer von 2003 entdeckt.
ZEIT: Sollte der Intellektuellste in der Mannschaft stets Kapitän sein?
“Um Gottes willen! Ich habe mal einen Spieler gehabt, einen Kapitän, der war so was von dumm, der war dumm wie…dumm wie…”
ZEIT: …Brot?
“Ach, der hatte einen IQ, der so einzuordnen war wie die Temperaturen, die wir im Moment draußen haben, der war fast schon debil. Aber ein ü-ber-ra-gen-der Fußballer! Dem musste ich nichts erklären, der hat alles immer richtig gemacht. Intuitiv. Seine Fußballintelligenz war sensationell. Aber vom normalen Intellekt: katastrophal. Der hat gehupt, wenn er gegen einen Baum gefahren ist.”
Was ist Intelligenz?
“Der einzige Unterschied zwischen der Intelligenz eines Schimpansen und der Intelligenz eines Menschen besteht darin, dass die Menschen einen anderen zum Essen einladen können – und zwar am nächsten Dienstag um 20Uhr.” – Dr. Thomas Müller, Kriminalpsychologe
