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Wie Eltern fördern

Neben meinem großen Interesse am Thema Hochbegabung habe ich eine weitere Leidenschaft: die wunderbare Welt der Late-Night-Shows. In Bill Carters Buch The War for Late Night habe ich eine sehr interessante Passage zum Thema Begabungsförderung gefunden. Bei Jimmy Fallon, heute Gastgeber einer sehr erfolgreichen Show im amerikanischen Fernsehen, wurde bereits im Kindesalter der Grundstein für seine Karriere als Comedian gelegt – und zwar gezielt:

“Recognizing they had a funny kid on their hands, his accomodating parents, who enjoyed (the comedy show) Saturday Night Live themselves, taped segments of the show (the safer ones) in the mid-1980s to replay for their kids, who would try to re-create some of the sketches.”

Was für eine tolle Anekdote zum Thema Begabungsförderung! Ich werde sie in meine Präsentationen aufnehmen, in denen ich immer wieder von besonderen Beispielen der Begabungsförderung berichte: Eltern, die ihren Kindern die (jugendfreien) Folgen ihrer bevorzugten Comedy-Show aufzeichnen und vorspielen, um deren Sinn für Humor zu fördern, sind doch ein hervorragendes Beispiel dafür, wie vielfältig Begabungsförderung sein kann!

Rainer Schüttler, der Gegenbeweis

In Ausgabe 2/2011 des Magazins des Deutschen Olympischen Sportbundes, Faktor [Sport], ist auf Seite 32 in einem Portrait des Tennisspielers Rainer Schüttler folgendes zu lesen:

“Man kann gar nicht so weit kommen, sagen Experten, wenn man erst mit 13 Jahren anfängt, regelmäßig zu trainieren. Und sich schon gar nicht über zehn Jahre in der Weltelite halten. Schüttler hat beides geschafft.”

Es ist tatsächlich Lehrmeinung in der Exzellenzforschung, dass ein Training, das im frühen Kindesalter beginnt und stets leistungsorientiert ist, die Grundvoraussetzung für spätere Leistungsexzellenz ist.

Genie & Wahnsinn

Endlich gibt es mal wieder einen Anlass für einen neuen Beitrag in diesem Blog – und geschaffen hat ihn der SPIEGEL.

Da ich derzeit sehr viel mit der Bahn unterwegs bin, habe ich mir überlegt, diese Zeit mit dem Lesen von Biographien zu verbringen, um neben dem Studium von Fachliteratur weitere Anregungen zu erhalten. Aber keine Angst, ich eifere nicht Catharine Cox nach, die anhand dokumentarischer Quellen die Intelligenzquotienten von verstorbenen Persönlichkeiten errechnete. Es ist aber durchaus interessant, die Lebensverläufe großer Persönlichkeiten nachzuvollziehen und zu verstehen, was sie so groß werden ließ (z.B. günstige politische Umstände), wer sie förderte (z.B. die Mutter) und zu welchem Zweck sie ihre Begabung einsetzten (z.B. für den Einsatz für Minderheiten).

Derzeit lese ich eine Biographie von Napoleon Bonaparte, die in Bezug auf die drei genannten Fragestellungen zahlreiche Antworten enthält. Danach steht Robert “Bobby” Fischer auf meiner Liste, denn die Geschichte dieses “Schachgenies” fasziniert mich schon länger.

Sebastian Vettel

Wenn in der Presse vom “jüngsten Was-auch-immer aller Zeiten” berichtet wird, werden Hochbegabtenforscher immer ganz aufmerksam. Außer es handelt sich um Ardi Rizal, den wohl jüngsten Kettenraucher der Welt. Sebastian Vettel ist nun vor gut zwei Wochen “jüngster Formel 1-Weltmeister aller Zeiten” geworden.

Holger Geschwindner & Dirk Nowitzki

Ich habe gerade einen Film aus der Reihe “NBA Stories” entdeckt und war begeistert, wie präzise dort Dirk Nowitzkis Weg vom Jugendlichen aus Würzburg zum Profisportler in Dallas nachgezeichnet wird. Holger Geschwindners Rolle ist ein Lehrstück für gute Hochbegabtenförderung, die sich nicht nur auf den Begabungsbereich beschränkt. Ein wirklich sehenswerter Film!

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