Alle Artikel zum Stichwort ‘Video’

Bill Cosby über die Folgekosten einer guten Förderung

Bill Cosby fragt sich in seinem Stand Up 1983, warum eine erfolgreiche Erziehung und Förderung eigentlich mit so hohen Folgekosten verbunden ist, wie man frühzeitig gegensteuern kann und warum man als Eltern ausgerechnet mit den Kindern schimpft, welche die geringsten Folgekosten produzieren.

Ein kurzer Auszug aus dem Stand Up, frei übersetzt:

Stärken stärken, Schwächen schwächen: mit Blake Griffin

Jeder, der in diesem Blog regelmäßig liest, wird meine Begeisterung für Basketball längst mitbekommen haben. Blake Griffin ist mit einer überragenden Athletik ausgestattet, die ihn zu einem der derzeit spektakulärsten Spielern der NBA macht. Dementsprechend beliebt ist er bei den Sponsoren.

In den aktuellen Werbespots demonstriert Griffin, zu welchem Zweck er Zeitreisen mit seinem Auto unternehmen würde: Er würde seine heutigen Stärken stärken…

…und seine aktuellen Schwächen schwächen.

Wem der Name Blake Griffin gar nichts sagt, dem sei noch der folgende Videoclip mit einigen Spielszenen empfohlen.

Schach und Intelligenz

Ich bin im Netz auf diese wunderbare Dokumentation über junge Schachspieler in New York City gestoßen. Kurz und kurzweilig, vermittelt sie einen guten Eindruck darüber, wie Eltern und Kinder mit dem Sport Spiel umgehen.

Der häufig postulierte Zusammenhang von Schachleistungen und Intelligenz scheint übrigens nicht zu bestehen, wie Ziegler & Stöger kommentieren: “Beispielsweise wird gegenwärtig der IQ-Schwellenwert, ab dem ein internationales Meisterniveau beim Schachspiel sicher erreicht werden kann, auf allenfalls 95 IQ-Punkte geschätzt. Kasparow, einer der stärksten Schachspieler aller Zeiten und langjähriger Weltmeister, schnitt in Kreativitätstests schlechter ab als Hamburger Gymnasiasten” (PDF: Begabungsförderung aus einer systemischen Perspektive).

An dieser Stelle darf László Polgár nicht unerwähnt bleiben, der einen Beleg für die Annahme erbringen wollte, dass Hochleistung in allererster Linie eine Frage der Förderung und nicht der biologischen Anlagen ist. Seine Töchter wurden zu den stärksten Schachspielerinnen ihrer Zeit und brachen Rekorde. Auch wenn auf eine ausführliche Beschreibung an dieser Stelle verzichtet wird, sind die folgenden beiden Artikel über Polgár lesenswert: Ein ausführlicher Fachartikel in ‘Psychology Today‘ und ein Artikel über die Tochter Judit Polgár in ‘The Independent’, in dem sie u.a. über ihre negativen Erfahrungen in Deutschland berichtet.

Code.org: Schulfach Programmieren

Die amerikanische Initiative Code.org setzt sich dafür ein, dass Schüler im Unterricht programmieren lernen. Eine Aktion, die ich unterstütze!

Ich selbst habe im Alter von 12, 13 Jahren meinen ersten PC bekommen: einen im Sportverein ausrangierten Schneider CPC. Der Grünbildmonitor konnte, wenn ich mich richtig erinnere, 24 unterschiedliche Grüntöne darstellen. Mit einem dicken Buch habe ich mir selbst BASIC beigebracht, indem ich zunächst die Tutorials über Uhren, Farbwechsel usw. befolgt habe und durch kleine Veränderungen gelernt habe, die Programme zu beeinflussen. Später habe ich Klassiker wie X-X-O programmiert. Mein Meisterstück: ein Bundesliga-Manager-Spiel (“Die Löwen kommen”) und später ein NBA-Manager-Spiel, weil es solche Spiele für den Schneider CPC nicht zu kaufen gab. Die Programme waren so umfangreich, dass sie auf mehreren Disketten gespeichert werden mussten. Allein das Speichern der Zwischenstände vor dem Ins-Bett-gehen dauerte mindestens eine Viertelstunde. Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets habe ich mich dann auf das Programmieren von Internetseiten verlegt – und auch HTML, CSS und PHP als Autodidakt gelernt.

In der Schulzeit hatte ich ein oder zwei Jahre Informatikunterricht. Wir haben mit BASIC eine digitale Eisenbahn programmiert. Eine Klassenarbeit über BASIC durfte ich nicht mitschreiben, weil die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen Fehler mache, geringer war als die Gefahr, dass jemand bei mir abschreibt. Der Lehrer hat mich auch zu einem Code-Off herausgefordert: Wir programmierten beide in BASIC ein Programm, dass die Platzbelegung bei einem Volleyball-Schulturnier koordinierte. Wir lösten beide das Problem, aber mit unterschiedlichen Ansätzen.

Bei der Forderung, dass Schüler programmieren sollen, handelt es sich nur vordergründig darum, mehr Menschen fit für IT-bezogene Berufe zu machen. Das ist sicherlich ein ebenso wertvoller, der heutigen Zeit angemessener Gedanke, aber beim Programmieren lernt man noch viel mehr. Ich sage bis heute:

Ein Problem beim Programmieren ist zu lösen, ist ein einzigartiges Gefühl.

Das Programmieren hat mich Dinge gelehrt, die ich von gutem Unterricht erwarte. Ich habe eigenständig an Problemen gearbeitet, die optimale Lösung erdacht und dann den Weg dorthin selbständig entdeckt. Ich habe Herausforderungen gesucht, angenommen und bewältigt. Die Belohnung – wenn ein Pixel das tat, was ich ihm zuvor gesagt hatte – war immer der Ansporn, den nächsten Entwicklungsschritt anzugehen.

Die Initiative Code.org hat zahlreiche prominente Unterstützer:

D. Westry, der Speedpainter

D. Westry präsentiert seine Fähigkeiten in Anderson Coopers Daytime-Talkshow. Man kann sich vorstellen, wie viele unterschiedliche Fähigkeiten notwendig sind, um so eine Performance hinzulegen!

Links:
Website TV-Show ‘Anderson’
Website D. Westry

« Ältere Artikel